Grundschulkinder an der Universität Hohenheim-Stuttgart - welch ein Widerspruch - und doch: Die Grundschule Allmersbach im Tal macht's möglich. 26 Zweitklässler machten sich auf den Weg nach Hohenheim, um sich der Herausforderung eines Projektes der besonderen Art zu stellen, einem Modellversuch, einmalig im Rems-Murr-Kreis und Stuttgart.
Es geht darum, das Interesse der Grundschulkinder für die Naturwissenschaften zu wecken, naturwissenschaftlich Phänomene aufzudecken und so das Bedürfnis nach wissenschaftlichen Berufen hervorzurufen, eine frühkindliche Berufsorientierung sozusagen.
Nach der Begrüßung durch den Direktor des Fehling-Lab-Institutes ging es dann sofort an die wissenschaftliche Arbeit. |
Ausgerüstet mit weißen Labormänteln, Schutzbrillen und natürlich dem dazugehörigen Namensschild reihten sich die jungen Forscher in die Gruppe der ständigen Mitarbeiter ohne große Probleme ein.
Nach der Einteilung in drei Gruppen wurde unter fachkundiger Anleitung des Personals experimentiert. Die einen kristallisierten wasserlösliche Salzkristalle aus dem Wasser heraus und machten sie somit sichtbar, andere untersuchten die Farbsubstanzen von Filzstiften, und die dritte Gruppe fertigte Ständer für Reagenzgläser an.
Das wissenschaftliche Personal wie auch die Schüler waren begeistert. Auf der Heimfahrt in der S-Bahn wurden den Mitreisenden stolz die wissenschaftlichen Ergebnisse, die die Kinder mitbekommen hatten, gezeigt, und ein Mädchen sagte der Rektorin Adele Schmidt: "Das möchte ich später als Beruf machen!" Wer würde da noch sagen, Mädchen interessieren sich nicht für wissenschaftliche Berufe. |