Mit Unterstützung der Ministerien für Wissenschaft und Kultus und von Sponsoren wurde an der Universität Stuttgart ein Chemielabor eingerichtet, das Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zum Experimentieren gibt. Die Förderung von Interesse an Naturwissenschaften, besonders der Chemie, hat sich das gemeinsame Projekt der Universitäten Stuttgart und Hohenheim zum Ziel gesetzt. Die Klasse 4 c der Schillerschule in Heubach mit ihrer Lehrerin Heidelinde Mayer-Heussler machte als eine der ersten davon Gebrauch.
Nach einer Begrüßung durch den Labor-Leiter Dr. Marco Spurk und die Studienrätin Karin Leuthner, die auch am Rosenstein-Gymnasium in Heubach unterrichtet, erhielten die Viertklässler Laborausweise mit ihrem Namen, einen Labormantel und eine Schutzbrille - eben alles, was ein richtiger, professioneller Chemiker für seine Arbeit so braucht.
Verschwinden Zucker und Salz?
In drei Gruppen eingeteilt gingen die Zehnjährigen in die verschiedenen Labors. |
Im Riech-Labor wurde das Schmecken mit und ohne Nase ausprobiert. Dann mussten Teesorten erraten und Wacholderbeeren erschnüffelt werden. Zur gleichen Zeit stellten die Schüler im Farb-Labor fest, dass Wasser bunte Bilder malen kann und dass Smarties intensivste Farben abgeben. Die dritte Gruppe ließ im Kristall-Labor Zucker und Salz im Wasser verschwinden und machte sie durch Verdampfen wieder sichtbar.
Den selbst hergestellten Reagenzglas-Ständer und weitere Utensilien konnten die Schiller-Schülerinnen und -Schüler nach 3 Stunden Experimentieren mit nach Hause nehmen. Und eine ganze Reihe interessanter Anregungen und Anleitungen dazu. Beispielsweise wie man ein Kristall herstellt oder wie man weiße Blumen farbig macht.
Zum Abschluss des Besuchs im "Fehling-Lab", wie das Projekt heißt, erhielt die Klasse 4 c noch ein Erinnerungsfoto und natürlich durften die absolut begeisterten Jung-Chemiker ihre Laborausweise mit nach Heubach nehmen. |